Beziehungen

Beziehungskrisen beginnen im Kleinen.

Wußten Sie das? Da geht es meist nicht um die gemeinsame Lebensplanung, die berufliche Zukunft oder den anstehenden Hausbau. Da ist man sich ja einig.

Nein, die kleinen Dinge sind es, die das Leben so schwer machen. Hühnerbrühe zum Beispiel. Ja, ein fehlendes Glas Hühnerbrühe kann eine sonst unerschütterliche Wirtschaftspädagogenehe schon ´mal ins Wanken bringen. Diese Woche erlebt.

Oder herumliegende Wäsche. Meine Frau ist darin Meister. Unser Schlafzimmer sieht häufig aus wie ein riesiger Wühltisch bei C & A. Ich warte auf den Tag, an dem türkische Frauen mit Kopftüchern an unsere Schlafzimmertür klopfen.

Das Schwierigste ist jedoch die Vorratshaltung im Kühlschrank. Zielsicher möchte meine Holde immer genau das essen, was gerade nicht im Haus ist. Aber Gottseidank ist alles, was man braucht, in der Nähe: Supermarkt, Döner-Bude und Pizza-Service. Nur an Feiertagen oder im Winter wird es manchmal komplizierter. Versuchen Sie doch ´mal, am Ostermontag frische Forelle zu bekommen. Oder Erdbeeren im November. Vielleicht sollten wir in den Edeka-Markt an der Hauptstraße einziehen? Am besten in die Nähe der Süßwarenregale.

Wenn man sich wirklich liebt, kann man über solche Dinge souverän hinwegsehen. Besonders bewundere ich in dieser Hinsicht einen Freund von uns. Dessen Frau hat sich jetzt für ein Jahr einen Smart geleast. Sie wissen schon, diese blechgewordene Beulenpest, die Mercedes zusammenlötet und mit Farben aus alten DDR-Beständen bemalt. Und er nimmt das hin! Fährt sogar mit. Finde ich toll. Echte Liebe.
Also ernsthaft, der Smart ist schon ein praktisches Auto. So für die Stadt, und zum Einkaufen. Man braucht gar keinen Einkaufswagen mehr, man nimmt ihn einfach mit ins Geschäft. Und zusammengefaltet paßt er in jede Sporttasche.

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